Mit vier Medaillen, zwei Ehrenurkunden und der ersten Goldmedaille Deutschlands im Teamwettbewerb kehrte das deutsche Team von der 23. Internationalen Linguistik-Olympiade (IOL) zurück, die vom 26. Juli bis 2. August 2026 in Bukarest (Rumänien) stattfand. Die Schüler:innen traten im Einzel- und Teamwettbewerb gegen Teilnehmende aus 46 Delegationen an. Sowohl die nationale Endrunde als auch das Vorbereitungstraining wurden am Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) in Berlin unter Federführung des Fördervereins Deutsche Linguistik-Olympiade e. V. in Kooperation mit weiteren Einrichtungen durchgeführt.
Mikhail Iomdin vom Heinrich-Hertz-Gymnasium in Berlin gewann eine Goldmedaille im Einzelwettbewerb. Eine Silbermedaille erhielt Yiming Qiao vom Johann-Vanotti-Gymnasium in Ehingen in Baden-Württemberg. Mit Bronzemedaillen wurden Sofiia Slyvchenko von der Internationalen Lomonossow-Schule Marzahn in Berlin sowie Stella Heinzelmann vom Mariano-Josephinum in Hildesheim in Niedersachsen ausgezeichnet. Jascha Kogan vom Theresien-Gymnasium München in Bayern und Tobias Wendel vom Gymnasium Schwertstraße Solingen in Nordrhein-Westfalen erhielten jeweils eine Ehrenurkunde.
Für einen weiteren Erfolg sorgte außerdem das Team „Germany Umlaut“ mit Mikhail Iomdin, Yiming Qiao, Stella Heinzelmann und Jascha Kogan. Im Teamwettbewerb, an dem insgesamt 65 Teams teilnahmen, gewann die Mannschaft als erstes deutsches Team überhaupt die Goldmedaille.
Bei der Internationalen Linguistik-Olympiade versuchen jedes Jahr Schüler:innen aus verschiedenen Ländern, Muster in ihnen unbekannten Sprachen zu entschlüsseln. Die Aufgaben bestehen darin, in Datensätzen natürlicher und künstlicher Sprachen Regelmäßigkeiten und systematische Eigenschaften der Grammatik, Schrift, Laute, Zahlensysteme oder anderer sprachlicher Bereiche zu erkennen und zu beschreiben. Sprachwissenschaftliche Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich; gefragt sind vor allem analytisches Denken, Kreativität und Ausdauer.
Das mehrstufige nationale Auswahlverfahren begann im Januar. Nach drei Wettbewerbsrunden stand im April fest, welche Schüler:innen Deutschland bei der Internationalen Linguistik-Olympiade vertreten würden. In diesem Jahr entsandte Deutschland zwei Teams mit jeweils vier Schüler:innen.
Die Vorbereitung auf den internationalen Wettbewerb wurde auch in diesem Jahr ehrenamtlich von Dr. Nathalie Topaj und PD Dr. André Meinunger am ZAS organisiert. Als Teamleader begleiteten Nathalie Topaj das Team „Germany Umlaut“ und Merlin Fischer das Team „Germany Eszett“. André Meinunger nahm als Observer an der Olympiade teil.


